In der Stadt Bern bestehen vielgestaltige Formen von familienexternen und familienergänzenden Kinderbetreuungen. Doch sie decken mit ihrem Angebot die Nachfrage nicht ab. Wartelisten sind ein fester Bestandteil der Tagesbetreuung. Und die Tendenz der Nachfrage ist steigend.
Die Spiel- Welt der Kinder hat sich radikal geändert. Die »Frei»- Zeit wird immer mehr zur »Pflicht»-Zeit für Ballett, Musik –und Reitschulen, die Spielstunden wandeln sich zu Übungsstunden und die Erlebnis- Welt verändert sich zur Konsum- Welt. Ziel ist, Menschen in Kontakt mit der Natur zu bringen und die Beziehung zur natürlichen Basis »wieder» herzustellen.
In der Natur können Kinder sich frei entfalten, der Phantasie und Bewegung sind keine Grenzen gesetzt. Auf eine besondere Weise wird die kindliche Entwicklung stabilisiert und geprägt.
»Chindertroum» füllt die Nachfrage nach kurz und langfristigen Betreuungsplätzen und bietet eine neue Form der Kinderbetreuung. Der Bauwagen, gleichzeitig der Treffpunkt des »Chindertroum», steht hinter der Bushaltestelle Dübystrasse auf dem Spielplatz beim Wald. Darin ist es gemütlich warm, und die Kinder tummeln sich behaglich auf den Matratzen und den vielen Kissen. Gleichzeitig ist der Bauwagen ein Ort, der zur Oase wird, so wenn es im Wald wegen Sturm zu gefährlich wird, oder wenn man im Winter einen heissen Tee zum aufwärmen braucht. Die meiste Zeit, welche die Kinder im »Chindertroum» verbringen, halten sie sich jedoch unter freiem Himmel auf, und zwar im hügeligen Steinhölzliwald.
»Chindertroum» richtet sich an alle Personen, die in Beziehung zu einem oder mehreren Kindern stehen. Vor allem auch an diejenige Eltern, die für einen halben Tag ihr Kind wohlbehütet, sorgenfrei abgeben möchten und ihre Freizeit nutzen wollen. Muss sich das Kind ausserhalb des »Chindertroums» in eine weitgehend auf den Erwachsenen ausgerichtete Umwelt einfügen, so findet es hier einen seinen besonderen Bedürfnissen angepassten Lebensraum und die Gemeinschaft Gleichaltriger. Kinder brauchen für ihre Entwicklung andere Kinder.